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Banks under pressure (pixabay/geralt)
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US Präsident Trump verfügt eine Lockerung der Regularisierung der Finanzmärkte

15. Februar 2017
Lesezeit: 1 min
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US-Präsident Donald Trump hat angeordnet, die strikten Bestimmungen für den Banken- und Finanzsektor zu überprüfen. Im Oval Office unterzeichnete er ein Dekret, das auf die Revision eines Gesetzes aus dem Jahr 2010 zur Regulierung der Banken abzielt. Das damalige Gesetz schrieb den Finanzinstituten unter anderem eine höhere Eigenkapitalquote vor, um ihre Überschuldung zu verhindern. Nun sollen das Finanz- und das Arbeitsministerium dieses Regelwerk überprüfen (https://www.whitehouse.gov/the-press-office/2017/02/03/presidential-executive-order-core-principles-regulating-united-states). 
Janet Yellen, die Chefin der US Notenbank, versprach mit dem Finanzministerium zu kooperieren und die Überprüfung zu unterstützen. Yellen bemerkte zudem, dass das Kreditwachstum in den USA robust ist, und auch sie widersprach der Behauptung des Weissen Hauses, dass die verschärften Eigenkapitalanforderungen Banken zum Horten von Kapital getrieben hätten. Es gebe keine Vorgaben, dass Banken ihr Eigenkapital nicht für die Kreditvergabe einsetzen könnten. Insgesamt seien US-Banken heute trotz – oder gerade wegen – Dodd-Frank besser kapitalisiert und rentabler als europäische und gewännen deshalb auch Marktanteile.