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Vorsicht beim Verkauf von privat gehaltenen Gesellschaftsanteilen

Kategorie: 
Fachartikel
Date: 
27. Juli 2016
KENDRIS Autor(en): 
Autor(en): 
Fabian Lüscher

Kapitalgewinnsteuer

Gedenken Sie vielleicht nächstens ihre Firma zu verkaufen? Dann seien Sie vorsichtig. Laut eines Bundesgerichtsentscheides (BGE 2C_618/2014) vom April 2015, kann der erzielte steuerfreie Kapitalgewinn, oder auch ein Teil davon, Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit darstellen. Neben steuerrechtlichen Risiken stellen sich bei einer Umqualifikation von normalerweise „steuerfreiem privatem Kapitalgewinn“ in „steuerbares Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit" auch sozialabgaberechtliche Fragen.
 

Beim Verkauf von Gesellschaftsanteilen können mit einer Umqualifikation von „privatem Kapitalgewinn“ in „Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit“ Einkommensteuern anfallen. Das kann vor allem mit dem Fortbestand des Arbeitsverhältnisses und bei aufgeschobenen Kaufpreiszahlungen vorkommen.

Auch bei einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses zum Zeitpunkt des Verkaufs von Gesellschaftsanteilen ist das Risiko nicht vom Tisch. Ein Verzicht auf Bonuszahlungen in den vergangenen Jahren oder ein Salär, welches nicht marktkonform und somit überhöht ist kann die gleichen Konsequenzen mit sich bringen.

Ausserdem entstehen mit der Umqualifikation auch sozialabgaberechtliche Folgen. Unselbständiges Erwerbseinkommen untersteht der AHV-Beitragspflicht.

Es ist somit vor allem bei der Ausarbeitung von Kaufverträgen mit aufschiebenden Kaufpreiszahlungen Vorsicht geboten. Es empfiehlt sich, mit den Steuerbehörden Kontakt aufzunehmen und mögliche Vorgehensweisen mittels Steuervorabbescheid vorzeitig zu regeln.

Gerne unterstützen wir Sie dabei.

 

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