Mögliche Ein- bzw. Wiedereinführung der Vermögenssteuer in Spanien und ausgewählten lateinamerikanischen Ländern zur Bewältigung des wirtschaftlichen Abschwungs der Covid-19 Pandemie - Teil 1 Argentinien

César Grande García
César Grande García
Director, Head Latam & North America
Mögliche Ein- bzw. Wiedereinführung der Vermögenssteuer in Spanien und ausgewählten lateinamerikanischen Ländern zur Bewältigung des wirtschaftlichen Abschwungs der Covid-19 Pandemie - Teil 1 Argentinien

Obwohl es sich bei der Vermögenssteuer bekanntlich um ein Auslaufmodell handelt, erfährt sie jetzt in Spanien und ausgewählten lateinamerikanischen Ländern einen Aufschwung. Dies um einerseits gegen Auslandsvermögen vorzugehen und andererseits die hohen Staatsausgaben im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen von Covid-19 zu senken. Wenn Sie diese Themen gerne diskutieren und erfahren möchten, wie Sie vorausschauend planen können, freue ich mich über ihre Kontaktaufnahme.

Obwohl es sich bei der Vermögenssteuer bekanntlich um ein Auslaufmodell handelt, erfährt sie jetzt in Spanien und ausgewählten lateinamerikanischen Ländern einen Aufschwung. Dies um einerseits gegen Auslandsvermögen vorzugehen und andererseits die hohen Staatsausgaben im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen von Covid-19 zu senken. Wenn Sie diese Themen gerne diskutieren und erfahren möchten, wie Sie vorausschauend planen können, freue ich mich über ihre Kontaktaufnahme.

 

Alberto Ángel Fernandez trat sein Mandat am 10. Dezember 2019 an und schaffte es bereits einige Tage später, am 23. Dezember, durch ein neues Gesetz mit dem Namen "Ley de Solidaridad y Reactivación Productiva en el Marco de la Emergencia Pública", eine bedeutende Steuerreform durchzusetzen. Dieses Gesetz erklärte nichts geringeres als den öffentlichen Notstand in den Bereichen Wirtschaft, Finanzen, Steuern, Verwaltung, soziale Sicherheit, Tarife, Energie, Gesundheit und Soziales und übertrug der nationalen Exekutive bis zum 31. Dezember 2020 gewichtige legislative Befugnisse. Mit diesem Gesetz wurden bestimmte bestehende Steuern angehoben und neue Steuern eingeführt. Dieser Schritt war keine Überraschung.

Bei der Übernahme der Präsidentschaft sagte Fernandez: "Um den Hunger zu beseitigen werden wir von denen die mehr zu geben vermögen mehr Solidarität verlangen". In diesem Zusammenhang erhöht das neue Gesetz die Steuer auf im Ausland gehaltenen Vermögenswerten indem eine jährlich fällige Vermögenssteuer von neu 2,25% erhoben wird (ab ARG$ 18M/USD 260k). In Argentinien gehaltene Vermögenswerte werden neu mit 1,25% besteuert (ab ARG$ 18 M/USD 260k). Darüber hinaus setzt das Gesetz die argentinische Landwirtschaft unter Druck indem es u.a. die Exportsteuern massiv erhöht. Geplant sind eine 30%ige Steuer beim Kauf von Flugtickets und Fremdwährungen sowie die Einführung von Steuern auf Kreditkartenausgaben im Ausland und sogar auf Netflix-Abonnements.

Noch während der Regierungszeit von Mauricio Macri wurden die Argentinier davon überzeugt an einem Amnestieprogramm teilzunehmen bei dem 254'700 Steuerzahler insgesamt total USD 116,8 Milliarden im Ausland gehaltene Vermögenswerte offenlegten. Der Aderlass schwankte zwischen 10% und 15%, je nach Zeitpunkt der Einreichung des Amnestiegesuchs. Es galt dabei das Versprechen die Vermögenssteuer über die Jahre auf 0.25% zu drücken. Dies jedoch konnte nicht eingehalten werden da das kürzlich in Kraft getretene Gesetz diese Steuer, wie oben beschrieben, auf 2,25% erhöht. Nach Angaben des INDEC (Instituto Nacional de Estadística y Censos) halten Argentinier heute mehr als 300 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten ausserhalb des Landes. Eine jährliche Vermögenssteuer von 2,25% wird vermögende Privatpersonen nun veranlassen nach Lösungen zu suchen.

 

 

P.S. Haben Sie unseren  KENDRIS LATAM Image Film bereits gesehen?